Geschichte der Pfarrei
Unsere Kirchen
Die Anfänge der Stadt Salmünster stehen in engem Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Fulda im Jahr 744, in dessen Einflussbereich die Siedlung zu Beginn des 9. Jahrhunderts gelangte. Salmünster wurde zum Mittelpunkt eines ausgedehnten Pfarrbezirks. Vermutlich im Jahr 886 wurde die erste Kirche von Salmünster geweiht.
Die Verbindung zum Kloster Fulda währte über ein Jahrtausend bis zum Ende der Fürstabtei in der Säkularisation. Mit dem Wachstum der Siedlung entfaltete sich die kirchliche Organisationsstruktur der Urpfarrei Salmünster. Im Jahr 1319 wurde ein Kollegiatstift gegründet, eine Kommunität von sechs Weltpriestern, die die Seelsorge in Salmünster und den Filialen übernahmen.
Schon 1273 ist in Steinau eine eigene Kirche bezeugt. 1319 wird eine Filiale in Stolzenberg, dem heutigen Stadtteil Bad Soden, erwähnt. Spätestens im Jahr 1409 hat sich auch Ulmbach als eigener Pfarrsprengel aus dem Gebiet der Mutterpfarrei herausgelöst. Im Jahr 1443 wird die erste Wallfahrtskapelle auf dem Alsberg erwähnt. Wann der erste Kirchenbau von Salmünster durch eine neue Kirche ersetzt wurde, ist nicht überliefert. Die Lage der als Stiftskirche dienenden zweiten Kirche, die im 18. Jahrhundert durch den heutigen Kirchbau ersetzt wurde, ergibt sich aus der Stellung des alten Turmes, der im Jahr 1895 teilweise einstürzte und schließlich zugunsten einer Erweiterung des Klostergebäudes niedergelegt wurde.
Neben dem Gotteshaus errichteten die Stiftsherren Wohn- und Ökonomiegebäude. Im 17. Jhd. wird die Dechanei, die als Pfarrhaus diente, wie ein Kaplaneigebäude erwähnt. Seit 1605 werden die Kirchenbücher geführt. Nach den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges beginnt im Jahr 1650 für die Kirche von Salmünster eine neue Epoche. Die Franziskaner siedeln sich - zunächst provisorisch - von Gelnhausen kommend in Salmünster an.
Im Jahr 1913 wird nach langen Mühen die Filialkirche zur Unbeflekten Empfängnis im Stadtteil Ahl eingeweiht. Der schmucke Kirchenbau vereint Elemente des Neo-Barock und der Baukunst der Zeit. Die Ausstattung des 18. Jahrhunderts wurde von der Gemeinde erworben.
Die Wallfahrtskirche von Alsberg liegt auf den Höhen des Spessart. Ihr Ursprung geht auf eine 1443 geweihte erste Kapelle zurück. Der Strom der Pilger, die hier bis heute einen Partikel des Kreuzes Christi verehren ließ Anfang des 18. Jahrhundert zur großzügigen Erweiterung nötig werden. Auf der neu restaurierten romanischen Clewing-Orgel von 1893 finden Konzerte statt.


