St. Laurentius, Bad Soden

Geschichte der Pfarrei

 

1880 wird die Ottoquelle erschlossen. 1881 wird das Solbad Soden-Stolzenberg eröffnet und 1886 das Kurhaus erbaut. 1893 bis 1896 wird die katholische Pfarrkirche gebaut.

Am 19.10.1896 wird die Kirche durch den Fuldaer Bischof Dr. Georg Ignaz Komp konsekriert. Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius ist ein stattlicher, zum Teil verputzter Sandsteinquaderbau im Stil der Neugotik. Die Pläne stammen von dem aus Schlitz gebürten Kreisbaumeister Georg Schneller in Offenbach.

Die in dem Altarraum stehende schöne, barocke Sandsteinmadonna stammt aus der alten Kapelle. Vor der Kirche steht eine Steinplastik des Hl. Antonius von Padua (um 1900). Hinter der Kirche ist der alte Friedhof, umrahmt von dreizehn rundbogigen Heiligenhäuschen mit Hochreliefs der Kreuzwegstationen. Oberhalb des Friedhofs erhebt sich eine monumentale Kreuzigungsgruppe mit Schächterkreuzen, Maria, Johannes und Maria Magdalena von Gottfried Fleck, Fulda 1905. Die Kirche erhielt bei der letzten Renovierung im Jahre 1986 eine Ausmalung mit Rankenwerk im Stil der Neugotik.

 

Der Patron unserer schönen, neugotischen Kirche ist der heilige, römische Diakon "Laurentius". Er gehört zu den beliebtesten Heiligen der römischen Kirche. Laurentius war einer der sieben Diakone in Rom. Die Armen, für die er sorgte, sah er als den wahren Schatz der Kirche an. Tausende Christen haben damals ihr Leben für Christus hingegeben. Sie mussten sich oft in tiefen Höhlen und dunklen, unterirdischen Gängen, also in Katakomben, verbergen. Hier begruben sie ihre Toten und feierten die Eucharistie. Hier ergriffen die Soldaten den Diakon Laurentius und führten ihn zum Kaiser. Zu dem Kaiser hat er gesagt: "Unser Gold und unser Silber ist unser Glaube an den Herrn... unsere Schätze sind die Armen." Laurentius wurde am 10. August 258 hingerichtet. Er ist Patron unserer Kirche und auch Schutzpatron der jungen Christen.